logo

Projekte

Projekt Loreley


Proteste auf dem Rheinfelsen

Eine Gruppe von Saarländern will die Loreley-Legende bewahren. Die Umgestaltung würde ihrer Ansicht nach der Touristenattraktion mehr schaden als nutzen. Sie sei nicht wirklich im Sinne des sanften Tourismus und auch nicht im Sinne vieler Menschen in der Region. Mit Holzkreuzen protestieren sie deshalb hoch oben über der Rheinschleife gegen die Neugestaltung.
Auch Ralf Frimmersdorf bereitet die Umgestaltung große Sorgen. Er lebt auf und für die Loreley. Seit Jahren leitet er das Turnerheim - eine Art Jugendherberge - auf dem Welterbe-Felsen, der aber den neuen Plänen zur Nutzung der Loreley zum Opfer fallen soll. Er sieht seine Existenz bedroht.
Naturnah präsentiert sich das Siegerkonzept des Wettbewerbs für die Umgestaltung. Der Asphalt von Parkplatz und Straßen soll nach Angaben des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Loreley, Werner Groß, verschwinden. Allerdings sollen 130 der 390 Bäume gefällt werden, für mehr freie Sicht, mit Zustimmung der Naturschutzbehörde. Geplant ist auch der Abriss einiger Gebäude und die Schließung des Campingplatzes.
Das stößt auch auf Kritik.

Sarg
Foto: Activity-Saar e.V.

Am Rande des ersten Spatenstichs übergaben mehrere schwarz gekleidete Demonstranten mit einer Art Sarg dem Bürgermeister dem Verbands-Bürgermeister eine Mappe mit Unterschriften gegen die Neugestaltung der Loreley. Einige haben des nachts sogar 200 Holzkreuze aufgestellt, als Zeichen für den baldigen Tod des Felsenflairs. Eine Bürgerinitiative aus langjährigen Besuchern des Campingplatzes demonstriert vehement gegen den Umbau. "Mit der Neugestaltung wird die Loreley beerdigt", sagen sie und wollen den jetzigen Zustand des Plateaus erhalten. "Ich finde, es ist ein massiver Eingriff in die Landschaft", sagt ein Mitglied der Bürgerinitiative. Nicht nur Bäume werden gefällt, auch der Fels selbst soll verändert werden, ein Weg hinein gefräst.

Protest
Foto: Activity-Saar e.V.


zurück