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Info's über das Projekt
#1
Keine Umgehungsstrasse B423neu durch das Naherholungsgebiet Mastau und Erbachaue !

Die geplante B 423-G10-SL (OU Schwarzenbach und OU Schwarzenacker), im Kreis Homburg-Saar muss aus dem Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 genommen werden und herabgestuft werden in ein Projekt des Weiteren Bedarfs (ohne Planungsrecht).

Begründung:

Das Projekt betrifft ein FFH-Gebiet, ein Naherholungsgebiet, ein Biosphärenreservat und ein Landschaftsschutzgebiet sowie einen Großsäuger- und Waldlebensraumkorridor. Es zerschneidet unter Lärm- und Staubemission ein für Mensch und Tier notwendiges Naherholungsgebiet südwestlich von Homburg. Die Begründung, ein seit Jahrzehnten brach liegendes Industriegebiet (ehem. Schwerindustrie) in der Stadtmitte von Homburg anzuschließen, ist städteplanerisch unsinnig. Die Begründung, 2 Ortsteile entlasten zu wollen, widerspricht sich, weil mehr Verkehr und mehr Lärm (Ziel + 10.000 Fahrzeuge) produziert wird als vorher und die Ortsteile nach wie vor betroffen sind. Die Straße selbst ist mit 17.500 Autos pro Tag geplant und führt in die Sackgasse Stadtmitte Homburg. Sie tangiert bisher ruhig gelegene Schulen, Sportstätten, ein Altersheim und eine gerade eingeweihte KiTa. Die Trasse schneidet eine Siedlung komplett von der Infrastruktur ab. Eine versprochene Entlastung für Schwarzenbach und Schwarzenacker dagegen erfolgt nicht in dem Umfang wie neue Emissionen für ein Vielfaches der Bevölkerung geschaffen werden. Der Bedarf für diese Umgehung geht fast 40 Jahre zurück. Seitdem ist die Stadt zusammen gewachsen, das zentral gelegene Industriegebiet verwaist. Ein neues Industriegebiet in Homburg mit direktem Anschluss an die A6 ist soeben fertig gestellt und lange nicht belegt. Die geplanten Kosten von 34,5 Mio.EUR sind nicht ausreichend. Die Trasse führt über ein Feuchtgebiet mit morastigem Untergrund, ist Schwemmgebiet für die Blies. Behinhaltet demn. erhebliche Gründungsarbeiten, einen aufgeschütteten Damm von bis zu 7m Höhe und 2 Brücken über eine S-Bahn und die A8.

Kämpft mit uns für den Erhalt der Rückzugsräume für Mensch und Tier. Unsere Naherholungsgebiete dürfen wir nicht mit Straßen für geplante 17.500 Autos pro tag kaputt machen.
 
30 Jahre wurde darüber diskutiert. Nun soll sie kommen ! Die B 423 neu

Nach mehr 30 Jahren Planung hat sich der Bedarf geändert und die alten Planungen müssen auf den Prüfstand. Dies sofort - bevor mit dem Bau für eine Umführung für den Schwerverkehr begonnen wird. Die geplante Strecke zerstört wichtige Naherholungszonen für Menschen und Rückzugsgebiete für Tiere.
Das als Naherholungsgebiet ausgewiesene und beworbene Gebiet der Mastau, aber auch des Erbacher Bruchs wären unwiederbringlich verloren. Mit ihm Wander-, Fahrrad-, Joggerwege.
Das geplante Bauwerk würde monströse Ausmasse haben, deren Größenordnung uns bis heute nicht wirklich bewusst ist und mit bis zu 6m aufgeschüttete Rampen würden den Lärm und die Emission des zusätzlichen Verkehrs in neue, aber auch in die alten Ortschaften tragen.

Dieses Projekt ist unsinnig und wir kämpfen dafür, dass es so nicht realisiert wird.
Gruß Dirk

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#2
In den Grenzen des Biosphärenreservat Bliesgau verläuft der 1. Teil dieser "Umgehungsstraße" Aus ca. 5m Tiefe (unter der Autobahn kommend) steigt die Straße auf einer Dammlage bis auf ca. 11m Straßenniveau an der Kläranlage an um dort über die alte DB-Strecke zu kreuzen. Die Mastau liegt im Schnitt um 3m-3,50m tiefer!! D.h. die Straße ist in Höhe der Kläranlage gut 14m über dem Niveau der Mastau. Und dort hoch schrauben sich die Schwertransporte mit Ladegut für Thyssen Krupp, BOSCH und Sonstige. Da müssen die Brummis schon richtig Stoff geben um hoch zu kommen. Die Begriffe Lärmentlastung und Naturschutz werden in der Planung erwähnt. Wir bin sicher wir hören von den Verantwortlichen.

Biosphärenreservat Bliesgau blau markiert. Straße Orange.


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Gruß Dirk

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#3
Plakatierung gegen die B423neu - nicht nur die Bürgerinitiative ist aktiv!
Seit Gestern Nacht hängen Plakate vom Forum bis ans Ende der Ziegelhütte in Beeden. Im wesentlichen geht die Plakatierung entlang der geplanten Neubaustrecke. Eine Aktion die klar macht, dass nicht nur die Bürgerinitiative gegen den Bau der B423neu ist. Dass die geplante Trasse schädlich ist für die Natur belegen die 2,2 Mio. Ökopunkte die durch die geplante Umgehungsstraße zerstört werden. Besonders bedroht ist auch der in der Mastau heimisch gewordene Weißstorch. Das haben sich Aktivisten auf die Fahnen und auf ihre Plakate geschrieben. „Erst mit uns werben und uns dann vertreiben“ ist eine der Aussagen.
Es scheint, dass sich mehr in der Bevölkerung regt - nicht nur die Bürgerinitiative.


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Gruß Dirk

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#4
Presseerklärung Nr. 08/2017

BUND Saar gegen die geplante Ortsumfahrung B 423 neu
Eingriff in Natur und Landschaft nicht vertretbar.


In der Diskussion um die geplante Ortsumfahrung B 423 neu in Homburg spricht sich der BUND Saar mit Nachdruck gegen das Vorhaben aus. Schon während der Verbändebeteiligung zur Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans hat sich der BUND Saar gegen dieses Projekt (und auch andere) ausgesprochen.

Der Eingriff in Umwelt, Natur und Landschaft ist riesengroß und nicht durch den von den Planern erwartenden verkehrlichen Nutzen zu rechtfertigen. Wertvolle Naturräume der Erbach-Aue und der Mastau werden stark beeinträchtigt, zerschnitten und ökologisch entwertet. Europarechtlich geschützte Gebiete werden in Mitleidenschaft gezogen. Betroffen ist auch das Überschwemmungsgebiet der Blies im Bereich des Anschlusses der neu geplanten Straße an die Autobahn. Die neue B 423 wird auch zu dauerhaften Verlusten klimatisch wirksamer Fläche mit einer hohen Wertigkeit führen. Insbesondere die Kaltluftbahn im Erbachtal leistet einen wesentlichen Beitrag zum Luftaustausch der angrenzenden Siedlungsbereiche in Beeden und  Schwarzenbach. Durch die Planung werden diese Funktionalitäten erheblich gestört.

Die geplante Umfahrung wird wenig zur Entlastung der Verkehrssituation in Schwarzenacker und Schwarzenbach beitragen. Die Erfahrungen aus solchen Projekten zeigt, dass nicht mit einer Abnahme des Verkehrs und damit einer Entlastung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger durch Lärm und Abgase zu rechnen ist. Auch bei diesem Projekt kommt es nur zu minimalen Entlastungen entlang der alte B 423. Gleichzeitig werden aber durch die geplante B 423 neue Betroffenheiten geschaffen.

„Wir halten den Eingriff in Natur und Landschaft durch die geplante Ortsumfahrung für nicht vertretbar und lehnen ihn strikt ab. Die Planung ist veraltet, mittlerweile haben sich viele Randbedingungen geändert. Man kann nur an die politisch Verantwortlichen appellieren, diese Planung zu den Akten zu legen. Wir brauchen keine neuen Straßen, das Saarland ist gut erschlossen“, so Christoph Hassel, Landesvorsitzender BUND Saar.

Der Augenmerk sollte viel stärker auf eine Verbesserung der bestehenden Situation gelegt werden. Passive Lärmschutzmaßnahmen müssen überall dort umgesetzt werden, wo der Lärm solche Werte erreicht, bei denen gesundheitliche Auswirkungen zu befürchten sind. Auch durch verkehrslenkende Maßnahmen kann der Durchgangsverkehr insbesondere des Schwerlastverkehrs verringert werden. Denkbar sind auch Geschwindigkeitsreduzierungen in den besonders sensiblen Bereichen. Auch wäre von der viel diskutierten Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Homburg und Zweibrücken eine weitere Entlastung zu erwarten.

(Christoph Hassel)
Landesvorsitzender BUND Saar
Gruß Dirk

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#5
Schwarzenbach und Schwarzenacker werden entlastet...
Der Bürgermeister von Schwarzenbach glaubt wohl so fest daran, dass er am liebsten die Unterschriftenlisten verbieten würde.
Weit gefehlt die Lärmkarte ist aus den aktuellen Planungen.
Sie zeigt, das was wir schon seit längerer Zeit predigen. Es gibt neuen, zusätzlichen und lauteren Lärm (wie ein Staubsauger und in einigen Bereichen "nur" wie ein Fernseher bei Zimmerlautstärke) in den Bereichen um die Erikastraße, beim Haus Eden und anderen Wohngebieten.
Da der Verkehr auf der alten B 423 nicht soviel weniger wird, wie vielleicht gehofft, wird diese Geräuschkulisse zusätzlich empfunden!
Das war wohl nichts mit den Versprechungen! Da sollten die Schwarzenbacher noch einmal genau hinsehen.
Die Angaben in den farbigen Markierungen sind in dBA

[Bild: safe_image.php?d=AQC_z67z1971ZjVB&w=476&...dm55EiewFw]
Gruß Dirk

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#6
Lasst Euch nicht verwirren.


Genau so wirr wie die Angaben in den Planungsunterlagen sind - ist die weitere Informations- oder man muss schon fast von UNinformationspolitik der Homburger Politikspitze sprechen.
Nun ist in vielen Zeitungen von einer Einspruchsfrist bis 21.08. zu lesen.
Achtung! Das betrifft nicht den Bürger der Einspruch einlegen will. Für jeden Bürger läuft die Frist am 03.08.2017 aus! Eingaben die nicht bis zu diesem Tag vorliegen werden nicht mehr akzeptiert! Dazu gibt es auch die entsprechende amtliche Bekanntmachung hier zum Download:

http://b423neu.de/resources/amtliche-bekanntmachung.pdf

Die Daten sind dort im Kleingedruckten zu lesen.
Die Grünen treffen den Nagel ansonsten auf den Kopf. Nicht von ungefähr scheint die Planoffenlegung und die Einspruchsfristen mitten in den Sommerurlaub gelegt. Aber dafür ist unser Rathaus ja mittlerweile bekannt, dass man diese Tricks beherrscht.
Entweder ist man dort besonders Clever - oder man will damit einfach ein paar unbequemen Dingen aus dem Weg gehen.

[Bild: safe_image.php?d=AQB40Ee72cLjGO6J&w=476&...AtYd_oaJEw]
Gruß Dirk

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#7
Faktenblatt des Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr. Vornehmliches Ziel ist die Ortsteile zu entlasten.
Man kann nur feststellen - Ziel verfehlt !

https://www.saarland.de/…/thema_ver…/Faktenblatt_B423neu.pdf

[Bild: 19285070_273317209804808_184185266711507...e=5A1B0AC7]

saarland.de
Gruß Dirk

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#8
Video, Plakat Aktion vom Freitag Nacht den 04.08.2017 auf  Samstag den 05.08.2017



Gruß Dirk

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